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Wie aus verschiedenen Beobachtungen im Buch Hiob hervorgeht, lebte Hiob wahrscheinlich zur Zeit der Patriarchen Isaak und Jakob in einem Gebiet, das später vom Stamm Manasse bewohnt wurde (das Land Uz). Die Existenz Hiobs wird in der Bibel von Hesekiël 14,14.20 und Jakobus 5,11 bestätigt. Seine Geschichte ist von einem ungenannten Verfasser nach 1500 v. Chr. aufgeschrieben worden. Vermutet werden vor allem Mose oder Salomo.
Thema ist das Geheimnis des Leidens: Warum lässt Gott es zu, dass Fromme leiden? Die drei Freunde Hiobs sagen teilweise Richtiges dazu, was aber im Fall Hiobs nicht zutrifft. Wenn man das Ende dieses ältesten Buches der Bibel bedenkt, dann führt seine Aussage über das Warum hinaus. Dann ist es Hoffnung im Leiden.
Das Buch Hiob ist ein unvergleichliches literarisches Kunstwerk. Es fällt auch durch seinen Aufbau auf: Anfang und Ende des Buches sind beschreibende Prosa, die drei Mittelteile sind in poetischer Sprache verfasst.
Kapitel 1-2 Geschichte: Hiobs Feind ist der Satan, Kapitel 3-31 Reden: Hiobs Ankläger sind seine drei Freunde, Kapitel 32-37 Reden: Hiobs Mittler ist Elihu, Kapitel 38-42,6 Reden: Hiobs Schöpfer, Kapitel 42,7-17 Geschichte: Hiobs Erlöser ist Gott.
Seine erste Prüfung, bei der ihm alles genommen wird, besteht Hiob ausgezeichnet, aber in der zweiten, als er selbst angetastet wird, versagt er, denn er verlangt von Gott, dass seine Rechtschaffenheit belohnt wird. Diese auf Werken beruhende Gerechtigkeit kann Gott nicht akzeptieren. Darum stellt er selbst sich ihm vor, wodurch Hiob gedemütigt und gerettet wird.
Karl-Heinz Vanheiden
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