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Nach dem Amtsantritt des Prokurators Porcius Festus findet endlich die öffentliche Gerichtsverhandlung gegen Paulus statt. Dabei beruft dieser sich auf den Kaiser in Rom und wird deshalb in einem Gefangenentransport nach Rom eingeschifft. Einige Freunde begleiten den Apostel, unter ihnen sind Lukas, Titus und Aristarch. Widrige Winde zwingen die Seeleute, Kurs auf Kreta zu nehmen. Dort haben Paulus und seine Freunde offenbar genügend Zeit, die christlichen Gemeinden auf der Insel zu besuchen und vielleicht sogar einige zu gründen. Deswegen lässt der Apostel seinen Mitarbeiter Titus auf Kreta zurück, um die Missionsarbeit fortzusetzen und die Gemeinden zu stabilisieren. Doch kurz nach seiner Abreise gerät das Schiff in einen schweren Sturm. Das Schiff treibt nach Nordwesten in die äußere Adria und strandet nach 14tägiger Irrfahrt an einer Insel. Die Gestrandeten werden von den Inselbewohnern sehr freundlich behandelt und erfahren, dass sie in Melite gelandet waren, einem Küstenstreifen der westgriechischen Insel Kephallenia (Apostelgeschichte 28,1).
Paulus vermutete, dass der Hauptmann in der aufstrebenden westgriechischen Großstadt Nikopolis überwintern wollte. Diese war nur 60 Kilometer entfernt und verfügte über geeignete Unterkünfte für die 200 Gefangenen und die Soldaten. Deshalb schrieb er bald nach der Ankunft auf Kephallenia den Titusbrief, in dem er seinen Mitarbeiter auf Kreta bittet, zu ihm nach Nikopolis zu kommen.
Karl-Heinz Vanheiden
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